Komitee Fussball statt Shopping gegründet

Für ein zweifaches Nein zu den am 7. September zur Abstimmung kommenden Stadion-Vorlagen wirbt das am 23. Juni in Zürich gegründete Komitee Fussball statt Shopping.

Die GegnerInnen der beiden Vorlagen wollen mit ihrem Nein zum vorliegenden Projekt den Weg für eine quartierverträgliche und sportfreundliche Fussball-Arena freimachen. Sie wollen verhindern, dass die Stadt mit der Beteiligung an der Stadion AG unabsehbare Risiken für ein nicht rentabel zu betreibendes Stadion auf sich nimmt.

Kritik äussern die GegnerInnen insbesondere an dem in den kommerziellen Nutzungen vorgesehenen Einkaufszentrum und dem Ausbau der Pfingstweidstrasse zu einer Stadtautobahn. Jahrelange Anstrengungen zur Verkehrsberuhigung in Züri-West würden mit diesem Stadion-Projekt auf einen Schlag zunichte gemacht.

Der Sportstätten-Bau ist für das Komitee eine öffentliche Aufgabe. Das Public-Private-Partnership zwischen Stadt Zürich und der Crédit-Suisse habe ein überdimensioniertes und letztlich auch fussballfeindliches Projekt hervorgebracht. Unklare Entscheidstrukturen und Fehlplanungen seien dafür verantwortlich, dass das Zürcher Stadion doppelt so teuer sei wie das neue Basler Joggeli.

Aus den Fehlplanungen seien Sachzwänge geworden, die dem Ziel einer ausgewogenen Stadtentwicklung diametral zuwider laufen. Ein ganzer Stadtteil drohe im Verkehr zu ersticken. Züri-West brauche ein anderes Stadion-Projekt, das eine ausgewogene Quartierentwicklung möglich mache. Züri-West brauche insbesondere mehr Wohnraum.

Dem Komitee «Fussball statt Shopping» gehören 'Einzelpersonen aus AL (Alternative Liste/PdA), Grünen und SP, Quartiervereinen, Gewerkschaften und Umweltverbänden an. Vertreten sind ausserdem BewohnerInnen aus den vom Stadionprojekt am meisten betroffenen Stadtkreisen 5, 4, 6, 9 und 10.

Rückfragen
Tania Schellenberg, 01 242 07 00
Walter Angst, 079 288 56 92




Elf Gründe für ein Nein zu diesem Stadion

Weitere Infos: www.fussball-statt-shopping.ch