Elf Gründe für ein Nein: pdf-version


Weder stadtverträglich noch fussballfreundlich. Zürich braucht ein neues Fussballstadion. Aber die Stadt Zürich und die Crédit-Suisse wollen einen städtebaulichen Akzent setzen, der weder stadtverträglich noch sportfreundlich ist.

Viel zu teurer Fussball-Tempel. Der fünfeckige Shoppingtempel am Hardturm wird 375 Millionen Franken kosten. Allein der Stadionteil verschlingt 130 Millionen. Das neue Joggeli in Basel konnte zum halben Preis erstellt werden.

Riesengrosse Mogelplackung. Um das überteuerte Projekt zu finanzieren, werden überrissene kommerzielle Nutzungen in das Stadion integriert. Den Investoren ist vertraglich zugesichert worden, dass sie mit Shopping-Center, Büros, Hotel und Parking jährliche Einnahmen von 24 Millionen Franken erwirtschaften können.

Einkaufszentrum für Auto-Shopper. Das an der Autobahn angeschlossene Einkaufszentrum mit 25’000 Quadratmetern Verkaufsfläche muss einen Umsatz von einer Viertel-Milliarde Franken erwirtschaften. Dies wird erfahrungsgemäss eine neue Autolawine produzieren.

Stadt muss trotz allem noch kräftig mitzahlen. Für Verkehrserschliessung und Altlastsanierung zahlen die SteuerzahlerInnen 24,5 Millionen Franken. Die Stadt wird zudem Land im Wert von 23 Millionen Franken gratis an die Investoren abtreten.

Ein Finanzdebakel droht. Die Stadt Zürich wird Minderheitsaktionärin der Stadion AG, die zum Sanierungsfall zu werden droht. Das Stadion kann nur rentabel betrieben werden, wenn die beiden Zürcher Fussballclubs ihre durchschnittlichen Zuschauerzahlen von heute rund 7’500 auf 15’000 verdoppeln. Wahrscheinlicher ist, dass künftig in einem halbleeren Stadion gespielt wird. Das wäre eine riesige Blamage für Zürich.

Fussball im Abseits. Die Investoren haben durchgesetzt, dass ein Teil der Sponsoringeinnahmen an die die Erbauer des Shopping-Centers abgeführt werden müssen. Dem Fussball gehen so rund 7 Millionen Franken jährlich verloren.

Neue Verkehrslawine für Züri-West. 3,4 Millionen zusätzliche Autofahrten werden bei Eröffnung des Stadions erwartet, 90 Prozent davon entfallen auf die Kunden des Einkaufszentrums. All jene, die bei einem Fussballmatch irgendwo im Quartier parkieren, sind bei dieser Rechnung noch nicht mitberücksichtigt.

Präjudiz für Stadtautobahn. Das Verkehrskonzept sieht vor, dass die Pfingstweidstrasse bis zur Hardbrücke zur Stadtautobahn ausgebaut wird. Das ist ein fatales Präjudiz für den Bau einer Autobahn bis zum Hauptbahnhof.

Wohninseln im Niemandsland. Züri-West hätte ein Stadtquartier werden sollen, das Wohnen, Arbeiten und Kultur sinnvoll miteinander kombiniert. Bei der Stadionplanung hat es die Stadt erneut verpasst, dem Wohnen das nötige Gewicht zu verschaffen. Der zusätzliche Verkehr bremst die Erhöhung des Wohnanteils in Züri-West nachhaltig.

Nur die Grossen profitieren. Mit den kommerziellen Nutzungen fördert das Stadion-Projekt einen zerstörerischen Verdrängungswettbewerb. Die horrenden Mietzinse im Stadion-Shopping werden sich nur Grosse leisten können. Das innovative Gewerbe in den umliegenden Quartieren gerät zusätzlich unter Druck. Es werden wertvolle quartierfreundliche Arbeitsplätze vernichtet.

  


Am 7. September 2 x Nein zur Mogelpackung! Für ein Stadion ohne Einkaufszentrum

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